Landschafts- und Biotopschutz in Niederbayern

Zur dauerhaften Sicherung naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume hat der LBV in Niederbayern schon über 500 Hektar Grund erworben. Schwerpunkte liegen im Rainer Wald (Landkreis Straubing-Bogen), an den Donauleiten (Landkreis Passau) und an der Tschechischen Grenze bei Schnellenzipf (Landkreis Freyung-Grafenau).

Während in einigen LBV-Schutzgebieten regelmäßige Pflegemaßnahmen durchgeführt werden müssen, finden auf anderen LBV-Flächen gemäß dem Motto „Natur Natur sein lassen“ bewusst keine Eingriffe statt.

Möglich sind der Ankauf und die Pflege der Flächen nur durch den tatkräftigen Einsatz unserer ehrenamtlichen Mitglieder und gesammelte Spendengelder, die unserem Arche Noah Fonds Niederbayern zufließen.

Wenn Sie selbst aktiv werden wollen, setzen Sie sich mit dem Ansprechpartner Ihrer Kreisgruppe in Verbindung oder melden Sie sich bei uns in der Geschäftsstelle. Wir vermitteln Sie gerne an einen interessanten Einsatzort.

 

Den Ankauf von Flächen können Sie durch eine Spende an den Arche Noah Fonds Niederbayern unterstützen:

Sparkasse Niederbayern-Mitte, IBAN: DE21 7425 0000 0040 5788 66

Moorwald: Ertragsarm aber wertvoll für das Klima

LBV sichert 3,7 Hektar Moorwald bei Langdorf für den Klimaschutz

„Das Grundstück ist aus wirtschaftlicher Sicht eher uninteressant“, sagt Vorbesitzer Johann Saller. Deswegen hat er gerne zugestimmt, als der LBV das ökologisch wertvolle Moorgrundstück im Rahmen des KLIP-Programms ankaufen wollte. „Der Grund ist so nass, dass die Bäume bei Stürmen leicht umfallen und mit Maschinen kann man den Wald kaum bewirtschaften, da ist viel Handarbeit erforderlich.“

Für das Klima ist der Wald wertvoll. Wenn Gewässer verlanden, und zunächst Niedermoore entstehen und dann in tausenden von Jahren dicke Schichten von Torfmoos Hochmoore wachsen lassen, speichern sie jede Menge Kohlenstoff. Weltweit bedecken Moore drei Prozent der Erdoberfläche, enthalten aber knapp ein Drittel des Bodenkohlenstoffes.

In Bayern ist die Entwässerung von Mooren für ca. 8 % aller klimarelevanten Emissionen verantwortlich und trägt damit entscheidend zum Treibhauseffekt bei.

Wenn in dem Wald der Wasserspiegel wieder steigt, wird die Zersetzung des Torfs gestoppt und die Freisetzung von Treibhausgasen erheblich reduziert. Pro Hektar kompensiert das 15 Tonnen Kohlendioxid -Ausstoß pro Jahr, das entspricht der Produktion von fünf Mittelklasse-Pkw. Eine Studie des Wissenschaftlichen Beirats Agrar hat gezeigt, dass Moorrenaturierung eine sehr kostengünstige Methode ist, Kohlendioxid einzusparen.

 

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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