Herzlich willkommen beim LBV Niederbayern!

Auf unserer Seite finden Sie die richtigen Ansprechpartner für Naturinteressierte vor Ort, Infos über unsere Projekte und Anregungen für Menschen, die selbst aktiv werden wollen. Außerdem gibt es viele Infos und Angebote unserer LBV-Umweltstation Straubing.

 

Naturschwärmer

Das Familienprojekt des LBV für wissbegierige, naturverliebte Weltverbesserer

Die LBV-Bildungseinrichtungen haben sich zusammengetan und werden auf der Seite naturschwaermer.lbv.de jeden Monat zu einem anderen spannenden Thema Videos, Podcasts, Bau-, Bastel- oder Gestaltungstipps, Geschichten, Spiele, Rezepte oder sonstige Mitmachaktionen anbieten.

Auch Online-Seminare oder Livestreams aus den LBV-Umweltstationen werden zukünftig das Angebot erweitern, so dass Natur und Umwelt von zu Hause aus entdeckt werden können. Natur- und Umweltbegeisterte können selbst aktiv werden, indem sie Umwelt-Tipps und Do-it-yourself-Anleitungen austauschen, Naturbeobachtungen teilen oder bei Nachhaltigkeits-Challenges mitmachen.

 

Nach den Themen Fledermäuse, Hecke, Müll, Natur im Winter, nachhaltige Weihnachten, Vögel, Klimagerechtigkeit, Insektengarten und Wildkräuter geht es im Mai um den Wald.

Viel Spaß beim Stöbern und Mitmachen!

 

Mitanand füranand - der Niederbayern-Rundbrief des LBV

Sein Name ist Mitanand Füranand, sein Anliegen ist informieren, anregen, vernetzen: der Rundbrief des LBV Niederbayern von den Kreisgruppen für die Kreisgruppen. Der Rundbrief richtet seinen Blick gezielt in die verschiedenen Regionen. Dorthin, wo es mit der Naturschutz-Arbeit in Niederbayern ganz konkret wird  mit ihren Erfolgen und Herausforderungen, mit ihren wiederkehrenden Aktionen, aber auch mit den Ereignissen, die spontanes, neues Handeln erfordern. Und dies alles mit dem beispielhaften Einsatz und Engagement von Menschen, die sich dem Erhalt der Natur und der Artenvielfalt verschrieben haben, wie Sie auf den kommenden Seiten lesen werden.

 

Verfasserin: Petra Heike Schneider (LBV-Kreisgruppe Landshut)

Sensible Zeit für seltene Wiesenbrüter

Die ersten Kiebitzküken schlüpfen bald – Bei Ausflügen die Wege nicht verlassen

Foto: Ralph Sturm
Foto: Ralph Sturm
Foto: Ralph Sturm
Foto: Ralph Sturm

Die ersten warmen Tage des Jahres locken ins Freie und laden zu ausgedehnten Spaziergängen in der Natur ein. Doch diese ist gerade Kinderstube für viele seltene Arten und erfordert unsere Rücksicht.

 

Ende Februar kamen die ersten Kiebitze im Donautal an und schon ab Mitte März begannen sie zum Teil ihr Brutgeschäft. Mit aufwendigen Balzflügen wird die Partnerin umworben und Nistmulden am Boden ausgescharrt, in die schließlich vier Eier gelegt werden. Diese bebrütet das Kiebitzpaar abwechselnd vier Wochen lang, bis im April die ersten Küken schlüpfen. Meist ab Anfang Mai schlüpfen dann auch die Küken des stark bedrohten Großen Brachvogels. Noch etwas später im Frühjahr folgen dann die Küken weiterer Arten, wie Blaukehlchen und Grauammer.

 

Doch mit dem Schlupf der Küken ist der Bruterfolg und ihr Überleben noch nicht garantiert. Die Wiesenbrüter, aber auch andere Wildtiere reagieren sehr sensiblen auf Störungen. Fühlen sie sich bedrängt, fliehen sie und verlassen ihre Nester und Küken. Diese können dann auskühlen oder sind etwaigen Fressfeinden schutzlos ausgeliefert. Auch wurde schon beobachtet, dass die Vögel stark gestörte Gebiete komplett verließen.

 

So können auch Sie den in unseren Wiesen brütenden Vögeln helfen:

  • Bleiben Sie auf den Wegen und führen Sie Hunde an der Leine
  • Oft beunruhigt allein die Anwesenheit von Hunden die Wiesenbrüter. Leinen Sie Ihren Hund deshalb bitte an und meiden Sie sensible Wiesenbrütergebiete
  • Fliegen Sie bitte nicht mit Drohnen u.ä. über Wiesenbrütergebiete

 

Hier kommt es auf jeden Einzelnen an, die kommenden Wochen und Monate Rücksicht auf die Wiesenbrüter und andere Wildtiere zu nehmen .

 

Den vollständigen Zeitungsartikel können Sie sich anbei im Original herunterladen:

Sensible Zeit für Wiesenbrüter
2021_04_12 Sensible Zeit für Wiesenbrüte
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Meisenkästen für die Schule Bodenmais

Forstamt Bodenmais schenkt Grundschülern Bausätze für ein Stückchen Artenvielfat im Garten

Der Direktor der Schule Richard Lang, Paul Hilgart mit drei Forstlehrlingen, Forstdirektor Jürgen Völkl und Ruth Waas vom LBV
Der Direktor der Schule Richard Lang, Paul Hilgart mit drei Forstlehrlingen, Forstdirektor Jürgen Völkl und Ruth Waas vom LBV

„Alle Kinder der Grundschule bitte in den Pausenhof! – Der Osterhase war da!““ ließ sich Schulleiter Richard Lang von der Grund- und Mittelschule Bodenmais über Lautsprecher vernehmen – und alle bzw. alle, die im aktuellen Wechselunterricht da waren, folgten dem Aufruf.

Allerdings machte sich dann Erstaunen breit, als im Hof kein Osterhase und keine Eier zu sehen waren, sondern „nur“ Ruth Waas vom Landesbund für Vogelschutz in Begleitung von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl und Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart mit seiner Lehrlingstruppe vom Forstbetrieb. Und die hatten jede Menge Bretter dabei, allerdings in Form von Bausätzen für Meisenkästen.

Hintergrund des Ganzen: „Wenn schon voraussichtlich keine Waldjugendspiele sein werden“, so Jürgen Völkl, „dann haben wir uns gedacht, die Lehrlingswerkstatt baut für unsere Schule Bausätze für Meisenkästen, und die bringen wir dann als Oster-Überraschung vorbei!“ Gesagt, getan – Ruth Waas vom Landesbund für Vogelschutz war natürlich auch gerne mit von der Partie; sie erzählte den Kindern einiges über die Kohlmeise, die Blaumeise und diverse andere Gartenvögel – sozusagen den ökologischen Hintergrund für die Meisenkasten-Aktion.

Jedes Kind konnte sich dann einen Bausatz mitnehmen, die Lehrer*innen nahmen auch für den „Wechsel“-Teil der jeweiligen Klasse die entsprechenden Exemplare mit, und somit haben alle eine Ferienbeschäftigung – sehr zur Freude von Schulleiter Richard Lang und dem ganzen Schulteam.

„Leider haben wir am Forstbetrieb nicht die Kapazität, um alle Schulen mit Bausätzen zu versorgen, meinte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl zum Abschluss, „aber wir, nämlich Frau Waas (ruth.waas@lbv.de), die Schulleitung (schulleitung@vsbodenmais.com) und der Forstbetrieb (info-bodenmais@baysf.de ) können allen Interessierten den Bauplan zur Verfügung stellen – einfach eine Mail scheiben und der Plan kommt umgehend. Frohe Ostern!“

Vogel des Jahres 2021: Das Rotkehlchen hat gewonnen!

Mit knapp 60.000 Stimmen vor Rauschwalbe und Kiebitz!

Foto: Ralph Sturm
Foto: Ralph Sturm

Der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres ist das Rotkehlchen. Es hat mit 59.338 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. An der von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU organisierten Wahl haben seit dem 18. Januar über 326.600 Menschen teilgenommen. In der Vorwahl hatten knapp 130.000 Menschen die zehn Vögel für die Hauptwahl bestimmt.

 

Da das Interesse an der heimischen Vogelwelt so groß ist, soll auch in Zukunft den Vogel des Jahres öffentlich gewählt werden. Ein Fachgremium aus LBV und NABU wird jedes Jahr fünf Kandidaten aufstellen, aus denen der Vogel des Jahres öffentlich gewählt wird. Die erste Wahl nach diesem neuen Modus wird bereits in diesem Jahr von Oktober bis Mitte November stattfinden.

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Wahl:

1.      Rotkehlchen (17,4 Prozent, 59.338 Stimmen)

2.      Rauchschwalbe (15,3 Prozent, 52.410 Stimmen)

3.      Kiebitz (12,6 Prozent, 43,227 Stimmen)

4.      Feldlerche (11,9 Prozent, 40.523 Stimmen)

5.      Stadttaube (9,2 Prozent, 31.453 Stimmen)

6.      Haussperling (8,2 Prozent, 28.137 Stimmen)

7.      Goldregenpfeifer (6,7 Prozent, 23.054 Stimmen)

8.      Blaumeise (6,7 Prozent, 22.908 Stimmen)

9.      Eisvogel (6,6 Prozent, 22.711 Stimmen)

 

10.  Amsel (5,3 Prozent, 17.988 Stimmen)

Ein paar Infos zu unserem Sieger - Rotkehlchen wer bist du?

Das Rotkehlchen ist praktisch überall zu finden: In Wäldern, Feldern und Wiesen mit Hecken, vor allem aber auch in den Gärten. Besonders im Winter sind die Tiere auch gerne an Futterstellen, wo sie weichere Futterteile wie Haferflocken oder herabgefallene Krümel von Fettblöcken suchen. Diese Tiere sind aber nur zu einem geringen Teil unsere einheimischen Brutvögel, sondern Wintergäste aus Nordeuropa, während unsere brütenden Vögel im Winter teilweise in wärmere Gebiete abwandern.

Der ansonsten unscheinbare, grau-braune Vogel aus der Familie der Drosseln hat eine auffällig orange-rote Färbung von Gesicht, Kehle und Brust, was ihm auch seinen Namen gab. Die flüggen Jungvögel haben aber eine gefleckte Vorderseite ohne die markante Färbung. Die dunklen Augen und der relativ große Kopf erzeugen ein „süßes“ Aussehen, so dass diese Art allseits beliebt ist. Man kann die Tiere im Garten oft beobachten, wenn sie in niedriger Vegetation oder am Boden nach Nahrung suchen und sich dabei hüpfend fortbewegen. Da von den einzelgängerischen Tieren auch im Winter Reviere beansprucht und verteidigt werden (jeweils von einem Männchen oder Weibchen!), kann man stets nur ein Exemplar im Garten beobachten. Während der Brutzeit wird ein Revier von einem Paar besetzt. Rotkehlchen sind eine der wenigen Vogelarten, deren Gesang auch im Winter zu hören ist, im Frühjahr jedoch verstärkt. Beide Geschlechter singen. Der vielfältige Gesang ist am Morgen einer der ersten, der im Vogelkonzert erkling (oft weit mehr als eine Stunde vor Sonnenaufgang), und am Abend auch noch bei fortgeschrittener Dämmerung zu hören. Gelegentlich erklingt er auch in der Nacht (in der Nähe von Straßenlaternen oder bei Vollmond). Neben dem Gesang ist auch das „Schnicken“ beim Aufsuchen des Schlafplatzes zu hören, ein kurzer, prägnanter Ton aus der Dunkelheit.

Das Nest ist stets in Bodennähe, oder sogar am Boden, wobei vielfältige Nistmöglichkeiten ausgesucht werden, wie Mauernischen, Holzstöße, tiefhängende Nistkästen etc. Normalerweise brüten die Tiere zweimal hintereinander ab April, wobei von Brut zu Brut Partnerwechsel durchaus vorkommen. 4-6 Eier pro Brut werden ca. 2 Wochen bebrütet, dann schlüpfen die Jungen, die nach wiederum 2 Wochen das Nest verlassen. Rotkehlchen sind von Westeuropa bis Sibirien verbreitet. Sogar auf den Kanaren kommt die Art vor.

 

1992 war das Rotkehlchen bereits einmal Vogel des Jahres. Die Bestandsentwicklung weist ausgeprägte Schwankungen in der Folge von Kältewintern auf, wobei die Verluste sehr schnell wieder ausgeglichen werden. Die Bestandszahlen sind daher überwiegend stabil.

Aktuell interessant und wichtig

Foto: Matthias Luy
Foto: Matthias Luy

Agrarwende lostreten

 

Der Green Deal der EU-Kommission muss zum Leitbild der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa werden. Der LBV und sein Partner Naturland fordern deshalb eine grundlegende Wende hin zu einer Agrarpolitik, die Artenvielfalt, Umwelt und Klima schützt und bäuerlichen Betrieben eine Zukunft gibt.

 

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Foto: Rosl Rössner
Foto: Rosl Rössner

Projekt Ausgleichsflächen

Wann immer durch eine Baumaßnahme an einer Stelle Natur verloren geht, muss dies an anderer Stelle ausgeglichen werden. Das ist in Bayern gesetzlich vorgeschrieben. Ausgleichs- und Ersatzflächen können als wertvolle Lebensräume im Biotopverbund dazu beitragen, den Verlust der Artenvielfalt in Bayern aufzuhalten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Kompensationsmaßnahmen werden allerdings häufig nur unzureichend oder gar nicht umgesetzt. Das wollen wir gemeinsam ändern!

 

Hier erfahren Sie mehr ...

Programm der Umweltstation Straubing 2021

Die LBV-Umweltstation Straubing bietet jedes Jahr verschiedenste Veranstaltungen für Naturforscher und Entdeckerinnen an. 

 

Das Programm für dieses Jahr steht demnächst hier bereit.

 

 


LBV-Online-Kurs Gartenvögel

Wussten Sie, dass Vogelbeobachtung glücklich macht? Melden Sie sich jetzt für unseren kostenlosen LBV Online-Kurs "Die 15 häufigsten Gartenvögel - Vogelbeobachtung und Bestimmung für Anfänger" an und finden Sie gekonnt den Einstieg in die Vogelbeobachtung.

 

Zum Onlie-Kurs....

Gebietsbetreuung Donautal

 

Wie in ganz Deutschland macht auch vor dem Donautal der massive Rückgang der Wiesenbrüter seit vielen Jahren keinen Halt. Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Braunkehlchen, Kiebitz und Co. haben hier kaum mehr Bruterfolg: viele Faktoren spielen zusammen, die ihnen das Leben schwer machen.

Als Ansprechpartnerin neu für das Gebiet zwischen Regensburg und Deggendorf:

Verena Rupprecht erreichbar unter

0162  4199 205 oder eine E-Mail an verena.rupprecht@lbv.de.

LBV-Gebietsbetreuerin Verena Rupprecht spricht in einem Kurz-Interview mit Tobias Kapteinat (TH Deggendorf) über ihren Einsatz im Kampf gegen das Aussterben der Wiesenbrüter. Was sie zur aktuellen Situation zu sagen hat, könnt ihr hier nachhören.


Der LBV vor Ort in Bayerns Regionen

Wir sind flächendeckend in Bayern für den Naturschutz aktiv.

 

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Termine des LBV